-
26.10.2023
- → Feuilleton
Hans Albert tot
Der renommierte Mannheimer Wissenschaftstheoretiker Hans Albert ist tot. Wie sein Sohn mitteilte, starb Albert am Dienstag im Alter von 102 Jahren. Er galt als Vorreiter des kritischen Rationalismus, einer wissenschaftlichen Denkweise, die sich durch die ständige kritische und empirische Prüfung von Theorien auszeichnet. Ziel ist eine Annäherung an die Wahrheit. Albert stand damit in einer Reihe mit Max Weber und Karl Popper und galt international als einer der bedeutendsten Vertreter seines Fachs. Für sein wissenschaftliches Werk wurde er nach Angaben der Universität Mannheim mit Ehrendoktorwürden der Universitäten Linz, Athen, Kassel, Graz und Klagenfurt ausgezeichnet. 2008 erhielt er zudem das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Der gebürtige Kölner hatte mehr als ein Vierteljahrhundert den Lehrstuhl für Soziologie und Wissenschaftslehre an der Universität Mannheim inne. Trotz mehrfacher Rufe an andere Hochschulen blieb Albert an der Universität Mannheim bis zu seiner Emeritierung. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!