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Literatur

Erstaunlich komisch

Der Alfred-Döblin-Preis geht in diesem Jahr an den in Leipzig lebenden Autor Jan Kuhlbrodt (»Die Rückkehr der Tiere«). Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde dem 57jährigen am Sonnabend im Literarischen Colloquium Berlin zuerkannt. Aus Sicht der Jury hat Kuhlbrodt mit »Krüppeltext oder Vom Gehen« eine vielschichtige Prosa geschrieben, »die sich mit großer
Unerschrockenheit, erstaunlicher Komik und theoretischem Witz der eigenen MS-Erkrankung stellt«. MS (Multiple Sklerose) ist eine entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Der Alfred-Döblin-Preis wird seit 1979 alle zwei Jahre für ein noch unvollendetes Prosamanuskript vergeben. Zu den jüngsten Ausgezeichneten zählen Deniz Utlu, Ulrich Woelk und María Cecilia Barbetta. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.05.2023, Seite 10, Feuilleton

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