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Vier Soldaten auf Armeebasis in Nordindien erschossen

Foto: AP Photo/Prabhjot Gill
Jedem Wahn seine Insel: Unterstützer des Sikh-Priester Amritpal Singh fordern ein unabhängiges Khalistan (27.3.2023)

Chandigarh. Bei einer Schießerei am Mittwoch morgen (Ortszeit) sind nach Angaben der indischen Armee vier Soldaten auf einer Armeebasis im nordindischen Bundesstaat Punjab getötet worden. »Das Gebiet bleibt abgeriegelt und Ermittlungen werden mit der Polizei im Punjab koordiniert, um den Fall zu klären«, teilte die Armee am Mittwoch mit. Die Polizei und das indische Verteidigungsministerium äußerten sich gegenüber der Nachrichtenagentur AFP zunächst nicht zu dem Vorfall. Ein hochrangiger Polizeivertreter im Bundesstaat sagte einem örtlichen TV-Sender, der Angriff auf die Bathinda-Armeebasis erscheine nicht wie eine terroristische Attacke. Die Sicherheitslage im Punjab ist aufgrund der Fahndung nach einem radikalen Sikh-Priester seit März angespannt. Der 30jährige Amritpal Singh trat in den vergangenen Monaten mit der Forderung nach der Errichtung eines unabhängigen Staates namens Khalistan in Erscheinung. Bereits in den 1980er und 1990er Jahren war es in Punjab zu gewaltsamen Konflikten zwischen der Khalistan-Bewegung und dem indischen Staat gekommen. Im März hatten Singh und seine mit Schwertern, Messern und Pistolen bewaffneten Anhänger eine Polizeistation in der Millionenstadt Amritsar gestürmt. Im Zuge seiner Fahndung wurden zeitweise das mobile Internet im gesamten Bundesstaat abgeschaltet und Tausende Polizisten mobilisiert. (Reutes/jW)

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Erschienen am 13.04.2023, Ausland

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