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Lkw-Fahrer an der A 5 streiken weiter

Gräfenhausen. Ein Streik von Lastwagenfahrern, die von ihrem polnischen Auftraggeber ausstehenden Lohn fordern, hat auch über Ostern auf einer Autobahnraststätte in Südhessen angedauert. Dort sind rund 50 Lastwagenfahrer seit Tagen im Ausstand. Unterstützt werden sie vom gewerkschaftlichen Netzwerk Faire Mobilität.

Auch vorbeifahrende Autofahrer zeigen den vor allem aus Georgien und Usbekistan stammenden Fahrern ihre Solidarität, nachdem das repressive Vorgehen des Speditionsinhabers bekanntgeworden war. Er reiste am Freitag mit bewaffneten Sicherheitskräften und Ersatzfahrern an, um den Streik zu brechen. Der DGB sprach von einer rechten paramilitärischen Schlägertruppe, die sich gewaltsam Zugang zu den Fahrzeugen verschaffen wollte.

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Die Polizei nahm den Spediteur und die Sicherheitsleute fest, die mittlerweile wieder auf freiem Fuß sind. Ihnen wird in unterschiedlicher Beteiligung schwerer Landfriedensbruch, Nötigung, Bedrohung, versuchte gefährliche Körperverletzung und Störung einer Versammlung vorgeworfen.

Inzwischen hätten erste Unternehmen gesagt, »dass sie die Zusammenarbeit eingestellt haben, als sie von den Arbeitsbedingungen erfuhren«, sagte Edwin Atema von der Europäischen Transportarbeiterföderation, der von den Streikenden zum Mediator ernannt wurde. Das sei zwar ein erster Erfolg, er hoffe aber, dass die Unternehmen nun ihren Einfluss geltend machten, um die Bezahlung der Fahrer durchzusetzen, so Atema. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 11.04.2023, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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