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28.05.2026
- → Betrieb & Gewerkschaft
Verdi und Telekom: Verhandlungsrunde vier
Berlin. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der börsennotierte Konzern Deutsche Telekom AG verhandeln seit Dienstag in der vierten Runde über einen Tarifvertrag für rund 60.000 Beschäftigte. Verdi fordert eine Entgeltsteigerung von 6,6 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, zudem die Einführung eines jährlichen Mitgliederbonus von 660 Euro und eine Erhöhung der Entgelte für Auszubildende und dual Studierende um 120 Euro. »Während die Vorstände auf Social Media die starke Leistung der Beschäftigten hervorheben, welche erneut ein Rekordergebnis für den Konzern eingebracht hat, vermissen die Beschäftigten diese Anerkennung in ihrer Tarifrunde«, kommentierte Arbeitskampfleiter Pascal Röckert das aktuelle Angebot der Telekom am Dienstag. Darin sind bislang nur vage Lohnerhöhungen, indes eine Laufzeit bis Ende 2028 vorgesehen. In der vergangenen Woche beteiligten sich über 10.000 Telekom-Beschäftigte an Demonstrationen in zwölf Städten. Von enormen Wartezeiten im Kundenservice bis zur Schließung einiger T-Shops seien die Ausstände sehr wirkungsvoll gewesen, so Röckert. Bei der Betriebsratswahl konnte Verdi nach eigener Aussage in 44 Betrieben 624 von insgesamt 735 Mandaten gewinnen. Eine Einigung in der auch für Mittwoch angesetzten Verhandlungsrunde wurde bis Redaktionsschluss nicht bekannt. (jW)
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