Zum Inhalt der Seite

EU-Parlament sorgt für Lohntransparenz

Brüssel. Das EU-Parlament hat strengeren Regeln für mehr Lohntransparenz zugestimmt. Unternehmen in der EU mit mehr als 100 Angestellten müssen künftig Informationen zu Gehaltsunterschieden zwischen Männern und Frauen offenlegen, entschied das EU-Parlament am Donnerstag in Brüssel. Für Unternehmen mit weniger als 100 Angestellten gilt diese Pflicht nur, sobald sie von einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter dazu aufgefordert werden. Die EU-Länder müssen noch zustimmen, was als Formsache gilt. Frauen verdienen den Angaben zufolge in der EU im Schnitt 13 Prozent weniger als Männer. Geheimhaltungsklauseln in Arbeitsverträgen über darin bestimmte Gehalt sollen demnach verboten sein. Wenn Unternehmen Verpflichtungen des Grundsatzes für gleiche Bezahlung nicht beachteten, hätten Beschäftigte das Recht, Entschädigung zu verlangen, heißt es weiter. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 31.03.2023, Seite 15, Feminismus

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!