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Italienische Küstenwache rettet rund 750 Migranten

Foto: Valeria Ferraro/AP
Beinahe Alltag. Migranten erreichen mit größter Not italienisches Festland wie hier am 11. März in Crotone

Rom. Die italienische Küstenwache hat im Mittelmeer rund 750 Migranten von zwei überladenen Fischkuttern gerettet. Am Donnerstagmorgen sei ein Boot mit 295 Menschen an Bord in internationalen Gewässern vor der Küste der süditalienischen Region Kalabrien abgefangen worden, teilte die Küstenwache mit. Die Migranten wurden demnach auf Patrouillenboote geholt und in Sicherheit gebracht. Von einem weiteren Boot, das in Seenot geraten war, rettete die Küstenwache demnach am Nachmittag etwa 100 Seemeilen östlich der sizilianischen Stadt Syrakus rund 450 Migranten.

Italien hat seit Anfang Januar nach offiziellen Zahlen bereits mehr als 20.000 Bootsmigranten registriert – in den beiden Vorjahren waren es zu diesem Zeitpunkt jeweils etwa 6.000. Immer wieder kommt es bei den Versuchen, über das Mittelmeer nach Europa zu kommen, zu verheerenden Bootsunglücken. Ende Februar ereignete sich vor der Küste Kalabriens ein Schiffsunglück mit mindestens 89 Toten. Italiens ultrarechte Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni sowie die Küstenwache sind seither erheblicher Kritik ausgesetzt, sie täten nicht alles Mögliche zur Rettung der flüchtenden Menschen. (dpa/jW)

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Erschienen am 24.03.2023, Ausland

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