-
22.02.2023
- → Sport
Strafe muss sein
Neu-Ulm. Am Montag abend machte Dimitrij Ovtcharov seinem Unmut über die Tischtennisbundesliga (TTBL) Luft: »Leider ist es mehr als fraglich, ob ich in der TTBL weitermachen kann«, schrieb der Spitzenspieler vom Pokalsieger TTC Neu-Ulm in den sozialen Medien. Er löschte den Post bald darauf wieder. Der Hintergrund des Streits: eine harte Strafe der TTBL, weil zwei Stars der Neu-Ulmer auch für ausländische Teams angetreten waren. Truls Möregårdh (Schweden) und Lin Yun-ju (Taiwan/China) sollen je 10.000 Euro zahlen und eine Sperre von zehn Spielen absitzen – allerdings erst in der nächsten Saison. Das würde eine erfolgreiche Strategie der Neu-Ulmer gefährden: Vor einem Jahr verpflichtete der Klub gleichzeitig vier der zehn besten Spieler der aktuellen Weltrangliste – neben Ovtcharov, Lin und Vizeweltmeister Möregårdh noch den Japaner Tomokazu Harimoto. Die vier spielen in der Champions League und im deutschen Pokalwettbewerb. In der Bundesliga setzt der Verein vor allem auf drei junge russische Nationalspieler. Bis Donnerstag müssen alle Bundesligavereine ihre Lizenzanträge für die nächste Saison einreichen. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!