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DGB kritisiert Eliteplan für Ausbildung

Berlin. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat vor gut einer Woche die »Exzellenzinitiative berufliche Bildung« vorgestellt. Für den DGB geht die Initiative an den eigentlichen Herausforderungen vorbei. Die größte bestehe nach wie vor in der hohen Zahl junger Menschen, die auf Maßnahmen des Übergangssystems angewiesen und ohne Berufsabschluss blieben, erklärte der gewerkschaftliche Dachverband am Freitag. Ein exzellentes Berufsbildungssystem müsse in der Breite attraktiv sein und für alle Menschen Chancengleichheit garantieren, anstatt Leuchtturmprojekte zu fördern. Vor allem die Situation der Berufsschulen als zweitem Lernort werde mit der Exzellenzinitiative nicht aufgegriffen.

Mit der Initiative will das BMBF verschiedene berufsbildungspolitische Vorhaben in drei Handlungsfeldern zusammenfassen: individuelle Chancenförderung, innovative und hochwertige Bildungsangebote und Ausweitung der internationalen Ausrichtung. Die Maßnahmen sollen auf eine Attraktivitätssteigerung der beruflichen Bildung insbesondere für junge Menschen mit Option auf verschiedene Bildungswege (Ausbildung/Studium) zielen. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.12.2022, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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