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Mathias Döpfner nicht mehr Chef von Verlegerverband

Foto: IMAGO/Chris Emil Janßen
Mathias Döpfner beim 80. Geburtstag von Friede Springer (Berlin, 2022)

Berlin. Der Vorstandsvorsitzende des Axel-Springer-Verlags, Mathias Döpfner, hat wie angekündigt sein Amt als Präsident des Zeitungsverlegerverbands (BDZV) niedergelegt. Die Delegiertenversammlung des Verbands beschloss am Mittwoch in Berlin, dass die Spitze des Vorstands künftig aus zwei ehrenamtlichen Vorsitzenden und einem Hauptgeschäftsführer bestehen wird. Döpfner hatte seinen Rücktritt Ende Mai angekündigt und zwei Gründe angeführt: Zum einen erforderten das Wachstum von Axel Springer in den USA »deutlich mehr Zeit und Präsenz« von ihm in dem Land. Zum anderen müsse der Verband jemanden an der Spitze haben, der stärker die Interessen kleinerer und mittelgroßer, regionaler und lokaler Verlage vertrete – nicht jemanden, der »für ein großes, internationales und sehr digitales Verlagshaus« stehe.

Im vergangenen Herbst war eine private Kurznachricht Döpfners bekannt geworden, in der er den von seinen Aufgaben entbundenen Ex-Bild-Chefredakteur Julian Reichelt als einzigen Journalisten in Deutschland bezeichnete, der mutig gegen den »neuen DDR-Obrigkeitsstaat« aufbegehre. Fast alle anderen seien zu »Propagandaassistenten« geworden. Medienhäuser hatten Döpfner dafür kritisiert und teils auch seinen Rücktritt von der Spitze des BDZV gefordert. (AFP/jW)

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Erschienen am 24.11.2022, Feuilleton

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