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RWE: Übergewinne vor Klimazielen

Essen. Der Energiekonzern RWE hat einen Gewinnsprung gemacht. In den ersten neun Monaten dieses Jahres sei das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 70 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Konzern am Donnerstag in Essen mit. Finanzvorstand Michael Müller wandte sich aus gegebenem Anlass gegen eine geplante Abschöpfung von Krisengewinnen. »Eingriffe in bewährte marktbasierte Systeme sollten vermieden werden«, mahnte er in Richtung der Bundesregierung. Unerlässlich sei dagegen die Räumung des besetzten Orts Lützerath am Tagebau Garzweiler noch in der »Rodungsperiode in diesem Winter«, so Müller. RWE darf bis zum »vorgezogenen« Kohleausstieg 2030 im Rheinischen Revier 290 Millionen Tonnen Kohle verfeuern. Mit dieser Zusage verabschiedete sich die Bundesregierung unter der Hand vom Pariser 1,5-Grad-Ziel. (dpa/AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 11.11.2022, Seite 1, Inland

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