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29jähriger Faschist in Berlin vor Gericht

Berlin. Ein polizeibekannter Neonazi steht nach einem mutmaßlich rassistischen Angriff sowie wegen weiterer Vorwürfe seit Dienstag vor einem Berliner Gericht. Der 29jährige Maurice P. soll in der Nacht zum 4. Juli 2021 in Berlin-Neukölln einen aus Jamaika stammenden Mann rassistisch beleidigt und nach einer Auseinandersetzung mit einem Cuttermesser am Hals verletzt haben. In einer weiteren Anklage wird dem Faschisten unter anderem vorgeworfen, Ende September 2018 öffentlich den Hitlergruß gezeigt zu haben. Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten hat für den Prozess wegen gefährlicher Körperverletzung, schweren Landfriedensbruchs und Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen bislang neun Verhandlungstage vorgesehen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 05.10.2022, Seite 15, Antifaschismus

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