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Thailands Premier nach Urteil zurück im Amt

Bangkok. Der vor fünf Wochen von seinem Amt suspendierte thailändische Ministerpräsident Prayut Chan-ocha darf Regierungschef bleiben. Das entschied das ­Verfassungsgericht des südostasiatischen Landes am Freitag. Prayut war Ende August suspendiert worden, nachdem das Gericht einem Antrag der Opposition stattgegeben hatte. Diese argumentierte, der seit 2014 regierende Prayut habe das Ende seiner Amtszeit bereits erreicht, die laut Verfassung auf acht Jahre begrenzt ist. Der damalige Armeechef hatte im August 2014 nach einem Militärputsch den Chefposten übernommen. Das neunköpfige Gremium des Gerichts entschied nun, dass Prayuts Amtszeit erst seit Inkrafttreten der neuen Verfassung im April 2017 gezählt wird. Seit August hatte Vizepremier Prawit Wongsuwan vorübergehend die Amtsgeschäfte geführt. Oppositionelle Gruppen kündigten Demonstrationen als Reaktion auf das Urteil an. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 01.10.2022, Seite 6, Ausland

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