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Exbundespräsident für Öffentlich-Rechtliche

Berlin. Exbundespräsident Christian Wulff hat für den Erhalt des öffentlich-rechtlichen Rundfunks geworben. Aktuelle Debatten wirkten »teilweise wie eine Götterdämmerung«, sagte der CDU-Politiker am Montag bei einem Festakt zum 70jährigen Bestehen des Berliner Presse-Clubs. »Ich empfinde wirklich null Schadenfreude, sondern ehrliche Sorge, weil wir einen guten öffentlich-rechtlichen Rundfunk zwingend brauchen.« Der 63 Jahre alte Wulff mahnte zum Eintreten »für die Medienvielfalt«. Denn: »Demokratie klingelt nicht, wenn sie geht. Sie ist auf einmal nicht mehr da.« Im Internet entstünden »Echokammern und sich selbst bestätigende Blasen«. Professionelle Journalisten hingegen »kuratieren für uns das Weltgeschehen. Dafür haften sie.« Dieses Angebot sollten sich Nutzer etwas kosten lassen, sagte der Altbundespräsident. »Die vielen kostenlosen Internetangebote haben den fatalen Eindruck geschaffen, dort seien auch seriöse Informationen umsonst.« (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.09.2022, Seite 15, Medien

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