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Iran: Oberstes Gericht prüft Todesurteile

Teheran. Die Todesurteile gegen zwei Frauen im Iran sollen vor dem Obersten Gerichtshof überprüft werden. Wie die iranische Nachrichtenagentur ISNA am Mittwoch berichtete, soll das Urteil des »Revolutionsgerichts« der Stadt Urmia dem Obersten Gerichtshof vorgelegt werden. Nach offiziellen Angaben wurden beide Personen wegen »Korruption auf Erden« durch »Förderung der Homosexualität« zum Tode verurteilt. Laut der Organisation Hengaw handelt es sich um die 24jährige Elham Chubdar sowie um Zahra Sedighi-Hamedani (31). Letztere, die als nichtbinär und trans beschrieben wird, ist unter dem Namen Sareh auch als LGBTI-Aktivistin bekannt. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 16.09.2022, Seite 15, Feminismus

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