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Unterwasserlärm

Niemand ist sicher

Unterwasserlärm beeinflusst auch das Leben am Meeresboden. Geräusche mit niedrigen Frequenzen stressen manche wirbellose Tiere – mit möglicherweise weitreichenden Folgen für marine Ökosysteme, wie das Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhaven am Donnerstag berichtete. Die Wissenschaftler untersuchten im Labor, wie Flohkrebse, Borstenwürmer und Plattmuscheln von Schallwellen mit einer Frequenz zwischen 100 und 200 Hertz beeinflusst werden. Nach sechs Tagen zeigten sich demnach Stressreaktionen, obwohl den Arten Organe zum Hören fehlen. Dies kann sich den Forschern zufolge auf wichtige Funktionen mariner Ökosysteme auswirken – von der Versorgung mit Nährstoffen bis hin zur Verfügbarkeit von Nahrung, etwa für Fische. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 19.08.2022, Seite 11, Feuilleton

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