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Förderung von ÖPNV statt Dienstwagen

Berlin. Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke haben sich für ein bundesweit günstiges Nahverkehrsticket über den August hinaus ausgesprochen und schlagen zur Finanzierung die Abschaffung des Dienstwagenprivilegs vor. Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: »Finanziert werden kann ein solches ÖPNV-Ticket durch den Abbau des sogenannten Dienstwagenprivilegs.« Linke-Parteichef Martin Schirdewan sagte am Montag, ein von seiner Partei gefordertes Ein-Euro-Ticket lasse sich durch die Abschaffung des Dienstwagenprivilegs finanzieren. Er lobte das Neun-Euro-Ticket als »erfolgreichste Maßnahme« der Entlastungspakete der Ampelregierung. Die Linke fordere zunächst eine Verlängerung bis Jahresende, um in dieser Zeit über Anschlusslösungen nachzudenken. Durch das Dienstwagenprivileg können Unternehmen die Kosten für Firmenwagen steuerlich absetzen. Für die Beschäftigten ist die Nutzung des Pkws damit fast komplett kostenlos. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 02.08.2022, Seite 4, Inland

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