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29.06.2022
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Fluch der Vorbereitung
London. Schon kurz nach Turnierstart am Montag wachsen in Wimbledon die Coronasorgen. Wie der Kroate Marin Cilic, Wimbledonfinalist von 2017, wurde auch Vorjahresfinalist Matteo Berrettini positiv auf das Virus getestet und musste noch vor seinem Erstrundenspiel zurückziehen. Er sei »untröstlich«, schrieb der 26jährige am Dienstag bei Instagram. Er habe seit ein paar Tagen Erkältungssymptome und am Morgen einen Test gemacht, der positiv ausfiel. Berrettini hatte 2021 das Endspiel gegen den Serben Novak Djokovic verloren und war einer der Mitfavoriten auf den Titelgewinn. Zuletzt hatte er nach einer Operation an der rechten Hand ein starkes Comeback gefeiert und die Wimbledon-Vorbereitungsturniere in Stuttgart und beim Londoner Queen’s Club gewonnen. Von einer Art Fluch scheint auch das Vorbereitungsturnier in Halle (Westfalen) befallen zu sein. Mit der Ausnahme von Roger Federer schieden alle dortigen Sieger der letzten Jahre in Wimbledon bereits in der ersten Runde aus. Auch dem an sieben gesetzten Polen Hubert Hurkacz erging es nun nicht anders. Der Halbfinalist vom Vorjahr kam als Sieger des Turniers in Halle als einer der Mitfavoriten nach Wimbledon und verlor prompt am Montag sein Erstrundenmatch gegen Alejandro Davidovich Fokina 6:7 (4:7), 4:6, 7:5, 6:2, 6:7 (8:10).
Auch in der Damenkonkurrenz verlor die Nummer sieben der Setzliste, die Finalistin bei den diesjährigen Australian Open, Danielle Collins, bereits in der ersten Runde. Die US-Amerikanerin unterlag der Tschechin Marie Bouzkova 7:5, 4:6, 4:6. Ausgeschieden ist trotz zwischenzeitlich erfolgreicher Aufholjagd auch die an 14 gesetzte Belinda Bencic, die zuletzt das Finale des Vorbereitungsturniers in Berlin verletzungsbedingt aufgeben musste. Die Schweizerin lag am Montag gegen die Chinesin Wang Qiang bereits 4:6, 1:5 zurück und gewann den zweiten Satz dennoch 7:5. Danach musste das Match wegen Dunkelheit abgebrochen werden. Die Fortsetzung mit dem entscheidenden dritten Satz am Dienstag gestaltete die Chinesin so souverän wie den Beginn des Matches und gewann 6:2. Mit Siegen bei den Vorbereitungsturnieren in Nottingham und Birmingham sowie einem Halbfinale in Eastbourne gehörte die Brasilianerin Beatriz Haddad Maia durchaus zum erweiterten Favoritenkreis. Auch sie verlor schon in der ersten Runde gegen die Slowenin Kaja Juvan 4:6, 6:4, 2:6. (jW)
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