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Nord Stream 2: Habeck soll Enteignung planen

Berlin. Das Bundeswirtschaftsministerium verfolge den »heiklen Plan«, den russischen Staatskonzern Gasprom zu enteignen, teilte Spiegel am Freitag mit. Überlegungen, die das Ministerium »nicht dementieren« wolle, bezögen sich auf das Röhrensystem der Pipeline Nord Stream 2. Der Teil auf deutschem Territorium solle enteignet, gekappt und an ein mobiles LNG-Terminal angeschlossen werden. Zu den Vorteilen gehöre ein »Verteilnetz mit Verdichtern und Leitungen, die das Gas direkt nach Süddeutschland transportieren könnten«, so Spiegel. »Eine geradezu ideale Infrastruktur, glaubt man im Wirtschaftsministerium.« (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.06.2022, Seite 2, Inland

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  • hto 27. Juni 2022 um 13:01 Uhr
    Na, da werden ja auch ein paar deutsche Firmen, die daran hängen, ein paar Wörtchen mitsprechen.
  • Onlineabonnent*in Heinrich H. aus Stadum 24. Juni 2022 um 20:59 Uhr
    Ein dümmlicher Minister kann nur dumme Pläne machen. Wenn dritt- oder viertklassiges Personal in wichtige politische Positionen kommt, wird’s halt brisant: Selbst ein Habeck sollte ahnen, dass bei einer solchen Maßnahme nicht mehr lang Gas über Nord Stream 1 kommt. Aber wie hat einer aus dem vorletzten Jahrhundert gesagt: Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient. Wie man hört, sollen Sprechblasen auch Gasspeicher füllen.
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