Zum Inhalt der Seite

Ex-FARC-Chef übernimmt Verantwortung

Bogotá. Ein ehemaliger Kommandant der kolumbianischen Guerilla FARC-EP, Rodrigo Londoño, Kampfname »Timochenko«, hat vor Gericht die Verantwortung für mehr als 20.000 Entführungen übernommen. Im Namen der 13.000 Mitglieder der Guerilla, die 2016 ein Friedensabkommen mit der kolumbianischen Regierung unterzeichnet hatte, erkenne er die »individuelle und kollektive Verantwortung« für die Verbrechen der FARC an, sagte Londoño am Dienstag (Ortszeit) bei einer Anhörung vor einem Spezialgericht in Bogotá. Die Entführungen seien »das Ergebnis einer Politik, die zu Verbrechen gegen die Menschheit und Kriegsverbrechen geführt hat«, erklärte er weiter. Neben Londoño werden in Bogotá bis Donnerstag auch weitere frühere FARC-Kommandanten angehört. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 23.06.2022, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!