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Impfpflicht: Union gegen Kompromiss

Berlin. Die Unionsfraktion im Bundestag lehnt nach Angaben ihres gesundheitspolitischen Sprechers den Kompromissvorschlag der bisherigen Befürworter einer Coronaimpfpflicht ab 18 Jahren ab. »Als Union werden wir diesem Vorschlag nicht zustimmen«, sagte Tino Sorge (CDU) am Montag der Rheinischen Post und der Welt. Sorge nannte den Vorschlag eine durchschaubare Mogelpackung: »Er hat einen doppelten Boden. Hinter der anfänglichen Impfpflicht ab 50 verbirgt sich eine Impfpflicht ab 18, an der Teile der Ampel offensichtlich verzweifelt festhalten.« Die Abgeordnetengruppe, die eine Impfpflicht ab 18 Jahren anstrebt, hatte die Pläne zuvor aufgeweicht. Sie schlägt nun eine Impfpflicht ab 50 zum 1. Oktober vor; der Bundestag soll aber Anfang September darüber entscheiden, ob sie noch auf alle Erwachsenen ausgeweitet wird. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 05.04.2022, Seite 4, Inland

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