-
01.03.2022
- → Feuilleton
Keine Handhabe
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Schirmherrschaft für die aktuell in der Moskauer Tretjakow-Galerie gezeigte Ausstellung »Diversity United« zurückgezogen. Das erfuhr die Deutsche Presseagentur in Berlin am Montag auf Anfrage im Bundespräsidialamt. Die Ausstellung mit Arbeiten von rund 90 jungen wie auch etablierten Künstlerinnen und Künstlern aus 34 Ländern war im Juni vergangenen Jahres von Steinmeier in Berlin eröffnet worden. Das ursprünglich als Teil des Deutschland-Jahres in Russland geplante Projekt sollte nach Moskau noch in Paris gezeigt werden. Diese Station entfällt nach Angaben von Veranstalter Walter Smerling vom privaten Verein »Stiftung für Kunst und Kultur«. Smerling hat die Tretjakow-Galerie in Moskau nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine gebeten, die Ausstellung zu schließen und die Arbeiten an die Leihgeber beziehungsweise Künstlerinnen und Künstler zurückzuschicken. Allerdings gebe es »rechtlich keine Handhabe«, sagte Smerling der dpa am Montag. Der Verein sei nur Mitveranstalter. Ursprünglich sollten die Arbeiten Mitte März zurückgehen. Um die Ausstellung »Diversity United« hatte es zuvor bereits Auseinandersetzungen gegeben. Mehrere Künstlerinnen und Künstler hatten ihre Arbeiten aus der Moskauer Ausstellung abgezogen. (dpa/jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
