Zum Inhalt der Seite

Pandemie: Sexarbeit in Illegalität gezwungen

Nürnberg. Zu den Branchen, die in der Coronapandemie besonders große Einschränkungen zu verkraften hatten, gehört die Sexarbeit. Das hat bis heute Folgen: Viele Sexarbeitende sind während des Lockdowns in die Illegalität abgewandert – und dort geblieben, wie dpa am Montag berichtete. Hedwig Christ von der Nürnberger »Beratungsstelle Kassandra«, sieht diese Entwicklung mit Sorge. »Wir hören von Frauen, die illegal arbeiten, dass die Kunden mehr verlangen.« Zum Beispiel ungeschützten Sex. Dabei hätten Erfahrungen gezeigt, dass Gewalt und übertragbare Krankheiten immer dann zunehmen, wenn Sexarbeit verboten ist. Die Beraterin hat aber auch festgestellt, dass sich viele Sexarbeitende nach den Erfahrungen in den vergangenen beiden Jahren jetzt einen krisenfesten Job suchen wollen. (dpa/jw)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 08.10.2021, Seite 15, Feminismus

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!