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Umweltschützer kritisieren »Gorch Fock«

Kiel. Zur Ankunft des Segelschulschiffs »Gorch Fock« in Kiel nach mehrjähriger Sanierung haben Naturschützer am Montag die Verwendung des an Deck verbauten Teakholzes kritisiert. Mit dem Holz ist das Oberdeck des Dreimasters ausgestattet. »Bei dem für die Erneuerung des Decks verwendeten Teak handelt es sich höchstwahrscheinlich um illegales Holz aus den letzten verbliebenen Urwäldern Myanmars«, erklärte ein Aktionsbündnis aus fünf Organisationen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 05.10.2021, Seite 4, Inland

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  • Riggi Schwarz, Büchenbach 5. Okt. 2021 um 13:01 Uhr
    Diese Generalüberholung der »Gorch Fock« (Segelschulschiff) hat dem Staat eine große Stange Geld gekostet. Da Deutschland aber ein reiches Land ist, so Annegret Kramp-Karrenbauer (Bundesverteidigungsminister/CDU), können wir uns das somit auch leisten; veranschlagt waren am Anfang ca. zwölf Millionen Euro, der Spaß hat »uns« dann am Ende ca. 135 Millionen Euro gekostet! Gut, Deutschland scheint tatsächlich über eine Geldquelle zu verfügen, die endlos zu sprudeln weiß, siehe auch die Ausgabenflut in der noch laufenden Coronapandemie. Und schon fließt auch noch der berühmte Wermutstropfen in diesen Freudentaumel hin; denn es wurde Tropenholz aus dem Regenwald im Segler verbaut.
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