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Israel: Leihmutterschaft als Weg für alle

Tel Aviv. Gleichgeschlechtliche Paare in Israel dürfen künftig mit Hilfe von Leihmutterschaften Kinder bekommen. Der Ausschluss von homosexuellen Paaren und alleinstehenden Männern von diesem Weg zur Erfüllung des Kinderwunsches muss innerhalb von sechs Monaten aufgehoben werden, urteilte das Oberste Gericht des Landes am Sonntag. Die Entscheidung beendet einen mehr als zehnjährigen Rechtsstreit. Israels Oberstes Gericht hatte bereits vor einem Jahr entschieden, dass das Parlament die Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Paare und alleinstehender Männer bei der Leihmutterschaft beenden müsse. Rechte Abgeordnete hatten dies jedoch verhindert. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 16.07.2021, Seite 15, Feminismus

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→ Leserbriefe
  • Uwe Nebel 17. Juli 2021 um 20:07 Uhr
    »Leihmutterschaft« ist nichts anderes als eine spezielle Form des Menschenhandels, und zwar in seiner perversesten Variante, des Menschenkaufs!
  • Onlineabonnent*in Marian R. aus B. 16. Juli 2021 um 00:53 Uhr
    Leihmutterschaft ist (...) ein Symbol für die profitorientiere Ökonomisierung jedes Lebensbereiches, wie es schon Lenin und Marx vorhersagten. Unnatürlich und egoistisch: Hauptsache ist, dass sich der persönliche Individualismus der »Eltern« durchsetzt. Aber auf die Idee, die vielen tausend Euro, die diese »Elternschaft« kostet, statt dessen als Solidaritätsgabe z. B. nach Kuba zu spenden, wo sie dann (auch) vielen Kindern zu Gute kämen, werden sie niemals kommen.