-
16.07.2021
- → Feminismus
Ravensbrück: Gedenken an lesbische Opfer des KZ
Ravensbrück. Die Gedenkstätte des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück bekommt eine Gedenkkugel, mit der an die dort inhaftierten lesbischen Frauen erinnert werden soll. Das geht aus einer auf den Mittwoch datierten Pressemitteilung der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten hervor. Demnach stimmten diese und die Leitung der Gedenkstätte einem entsprechenden Antrag zu, nachdem ein Expertengutachten es nun als erwiesen ansah, dass lesbische Frauen in Ravensbrück verfolgt wurden. Eine Gruppe mehrerer Initiativen hatte sich bereits vor fünf Jahren das erste Mal an die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten gewandt. Die Gedenkkugel soll nun im Rahmen der Feiern zum 77. Jahrestag der Befreiung im Jahr 2022 eingeweiht werden. Ihre Inschrift lautet: »In Gedenken aller lesbischen Frauen und Mädchen im Frauen-KZ Ravensbrück und Uckermark. Sie wurden verfolgt, inhaftiert, auch ermordet. Ihr seid nicht vergessen.« In Ravensbrück waren von 1939 bis 1945 etwa 120.000 Frauen und 20.000 Männer aus über 30 Nationen inhaftiert. (jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!