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WHO: Indische Coronamutante »besorgniserregend«

Foto: Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa
Tedros Adhanom Ghebreyesus, Chef der Weltgesundheitsorganisation, im März während einer Pressekonferenz in Genf

Genf. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die in Indien entdeckte Coronavirusvariante »B.1.617« als »besorgniserregend« eingestuft. Es gebe Hinweise, dass diese ansteckender sowie zu einem gewissen Grad resistent gegen Impfstoffe sei, sagte WHO-Expertin Maria Van Kerkhove am Montag in Genf. »Deshalb stufen wir sie als eine besorgniserregende Variante ein.« Zuvor hatten bereits vorläufige Studienergebnisse darauf hingedeutet, dass sich »B.1.617« schneller ausbreitet als andere in Indien zirkulierende Varianten. Für die WHO galt die Mutante jedoch bislang nur als »von Interesse«.

Das Virus, das die weltweite Coronapandemie ausgelöst hat, hat bereits tausende Mutationen durchlaufen, einige davon sind bedenklicher als andere. Indien meldete der Sequenzdatenbank der Global Initiative for Sharing All Influenza Data (Gisaid) erstmals im Oktober 2020 das Auftreten des Genoms B.1.617. Das Land mit seinen 1,36 Milliarden Einwohnern erlebt derzeit eine heftige zweite Coronawelle. Das Gesundheitssystem ist völlig überlastet. Immer wieder gibt es Berichte über Todesfälle wegen mangelnden Sauerstoffs in Kliniken. (dpa/jW)

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Erschienen am 11.05.2021, Ausland

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