-
24.03.2021
- → Antifaschismus
Weitere Vorwürfe gegen Waffenhändler
Hamburg. Der Waffenhändler Frank Thiel, mutmaßliches Exmitglied der rechtsterroristischen Gruppe »Nordkreuz«, soll versucht haben, einen befreundeten Neonazi vor Strafverfolgung zu schützen. Wie der NDR am Dienstag berichtete, steht Thiel im Verdacht, von einem Behördenmitarbeiter zuvor beschlagnahmte Kriegswaffenmunition für den früheren SEK-Beamten Marko G. erhalten und aufbewahrt zu haben. Demnach soll der Waffenhändler, von dem auch Mecklenburg-Vorpommerns Exinnenminister Lorenz Caffier (CDU) eine Schusswaffe kaufte (siehe jW vom 14.11.2020), Ende 2017 von einem Mitarbeiter der Waffenbehörde im Kreis Ludwigslust-Parchim Teile der Munition entgegengenommen haben. Die tauchte somit nicht im Strafverfahren gegen den »Nordkreuz«-Chef Marko G. auf. Deshalb werfe die Staatsanwaltschaft Thiel Strafvereitelung vor. Er soll außerdem nicht über die Erlaubnis verfügen, derartige Munition zu besitzen. Daher habe er auch gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen. Dem NDR zufolge soll Thiel einen Behördenmitarbeiter sogar bestochen haben, um eine Waffenerlaubnis zu erhalten. Auch deswegen werde nun gegen den Waffenhändler ermittelt. (jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!