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Weitere Vorwürfe gegen Waffenhändler

Hamburg. Der Waffenhändler Frank Thiel, mutmaßliches Exmitglied der rechtsterroristischen Gruppe »Nordkreuz«, soll versucht haben, einen befreundeten Neonazi vor Strafverfolgung zu schützen. Wie der NDR am Dienstag berichtete, steht Thiel im Verdacht, von einem Behördenmitarbeiter zuvor beschlagnahmte Kriegswaffenmunition für den früheren SEK-Beamten Marko G. erhalten und aufbewahrt zu haben. Demnach soll der Waffenhändler, von dem auch Mecklenburg-Vorpommerns Exinnenminister Lorenz Caffier (CDU) eine Schusswaffe kaufte (siehe jW vom 14.11.2020), Ende 2017 von einem Mitarbeiter der Waffenbehörde im Kreis Ludwigslust-Parchim Teile der Munition entgegengenommen haben. Die tauchte somit nicht im Strafverfahren gegen den »Nordkreuz«-Chef Marko G. auf. Deshalb werfe die Staatsanwaltschaft Thiel Strafvereitelung vor. Er soll außerdem nicht über die Erlaubnis verfügen, derartige Munition zu besitzen. Daher habe er auch gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen. Dem NDR zufolge soll Thiel einen Behördenmitarbeiter sogar bestochen haben, um eine Waffenerlaubnis zu erhalten. Auch deswegen werde nun gegen den Waffenhändler ermittelt. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 24.03.2021, Seite 15, Antifaschismus

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