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Skepsis gegenüber erneuerter Synagoge

Hamburg. Angesichts eines möglichen symbolträchtigen Wiederaufbaus der 1939 abgerissenen Hamburger Bornplatz-Synagoge sind die beiden Schoah-Überlebenden Esther Bejarano und Peggy Parnass skeptisch, ob damit Antisemitismus bekämpft werden kann. »Wenn das helfen würde, würde ich sagen: Bitte baut tausend Synagogen!« sagte Bejarano in einer Mitteilung des ­Auschwitz-Komitees in der BRD vom Sonntag, dessen Vorsitzende sie ist. »Eine Synagoge, egal welche, fördert keinen Antisemitismus, löscht ihn aber auch nicht aus«, sagte die Publizistin und Schauspielerin Parnass. Sie habe ohnehin für »gigantische Projekte« nichts übrig und wünsche sich eher »eine kuschelige kleine Synagoge, wie ich sie in Prag gesehen habe«. Bejarano plädierte für ein »Haus der Begegnung für alle Menschen« am Bornplatz bzw. am Joseph-Carlebach-Platz. Dort solle »über die Ursachen von Antisemitismus, über Lebensbedingungen heute, über Solidarität und Gerechtigkeit, über Umwelt und Bildung diskutiert« werden, »besonders die Schülerinnen und Schüler« sollten dort über eine andere, bessere Welt reden können. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.01.2021, Seite 15, Antifaschismus

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