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Brandenburg will Geld von Gut Zichow zurück

Potsdam. Das Land Brandenburg hat nach Bekanntwerden der Geschichte des Guts Zichow (Uckermark) während der Nazizeit sämtliche Entschädigungszahlungen zurückgefordert, die seit dem Ende der DDR für das Gut gezahlt worden sind. Das berichtete der RBB am Sonnabend. Wie das Brandenburger Finanzministerium dem Sender auf eine Anfrage mitteilte, stößt die Rückforderung auf Gegenwehr: Vier Klagen wurden bereits beim Potsdamer Verwaltungsgericht eingereicht, für die Verfahrensbeteiligten geht es um einen Streitwert von insgesamt 104.000 Euro. Laut Ministerium wurde im Jahr 2015 bekannt, dass das Gut Gefangene des Frauenkonzentrationslagers in Ravensbrück beschäftigte. Insgesamt 92 Frauen aus dem KZ Ravensbrück mussten auf dem Gut Zichow Zwangsarbeit verrichten und unter erbärmlichen Bedingungen von 1944 bis 1945 für Hans-Georg Graf von Arnim auf den Feldern schuften. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.12.2020, Seite 15, Antifaschismus

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