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Sozialverbände: Erhöhung von Hartz IV viel zu gering

Berlin. Der Sozialverband VdK und der Paritätische Wohlfahrtsverband haben die geplante Erhöhung des Hartz-IV-Regelsatzes um sieben Euro im kommenden Jahr scharf kritisiert. Dies reiche »hinten und vorne nicht«, das seien »gerade mal 23 Cent am Tag, die die Menschen mehr in der Tasche haben«, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele am Mittwoch der Deutschen Presseagentur. »Armut bekämpfen wir damit ganz sicher nicht.« Einem Referentenentwurf des Bundesarbeitsministeriums zufolge soll der Satz für alleinstehende Erwachsene Anfang Januar 2021 von 432 auf mindestens 439 Euro steigen. Die Regelsätze werden alle fünf Jahre neu festgesetzt, wenn eine neue sogenannte Einkommens- und Verbrauchsstichprobe vorliegt. An den Ausgaben von Haushalten unterer Einkommensgruppen orientieren sich dann die Hartz-IV-Sätze. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.07.2020, Seite 1, Inland

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