-
26.06.2020
- → Sport
Eine Stimme
Frankfurt am Main. Manuel Gaber vom Bündnis »Unser Fußball« hat nur geringes Vertrauen in die Veränderungsbereitschaft der Verbände. »Wir sehen die Gefahr, dass es sich dabei um leere Worthülsen handelt«, sagte Gaber dem Fachmagazin Kicker. Zuvor hatte sich die Deutsche Fußballiga gegenüber dem Bündnis gesprächsbereit gezeigt, spätestens ab September solle eine Taskforce »Zukunft Profifußball« eingerichtet werden. In einem am Mittwoch veröffentlichten Aufruf hatte der Zusammenschluss zahlreicher Fanszenen eine umfassende Umgestaltung des Profifußballs gefordert; junge Welt hatte am 15.6. vorab berichtet. Die Anhänger wollen, dass bereits die Sommerpause genutzt wird, um einen Wertewandel in der Bundesliga einzuleiten. Sie verlangen die eindeutige Begrenzung des Einflusses von Investoren, ein konsequentes Vorgehen gegen Diskriminierung und Korruption, eine gleichmäßigere Verteilung der TV-Gelder, die Einführung eines nationalen »Financial Fairplays«, sozialverträgliche Ticketpreise und fangerechte Anstoßzeiten. »Da uns das Stadion als Bühne derzeit fehlt, wollen wir durch die Initiative deutlich machen, dass viele Fans geschlossen mit einer Stimme sprechen«, sagte Gaber. Mehr als 1.100 Fanklubs haben sich inzwischen dem Bündnis angeschlossen. (sid/dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!