Zum Inhalt der Seite
Fußball

Übermorgen 3.000?

Berlin. Beim Heimspiel des Fußballbundesligisten 1. FC Union Berlin gegen den FC Schalke (1:1) waren Anfeuerungen von etwa 30 Union-Fans auf dem Platz zu hören. Nach dem Schlusspfiff bedankten sich die Spieler auf Holzbänken am Stadionzaun bei den Anhängern. Sig Zelt, Sprecher des Bündnisses »Pro Fans«, hält es für möglich, dass anderswo Leute diesem Beispiel folgen: »Die Gefahr besteht auf jeden Fall. Heute sind es 30, morgen 300 und übermorgen 3.000«, sagte Zelt. Der Sprecher des Bündnisses »Unsere Kurve«, Rainer Vollmer, geht hingegen davon aus, dass sich zumindest die organisierten Fangruppen weiterhin »an den Kodex halten«, also nicht zum Stadion pilgern. Zumal Anfeuerungen von 30 Leuten in Stadien wie auf Schalke oder in München »überhaupt keiner hören« würde. (sid/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 09.06.2020, Seite 16, Sport

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!