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Tennis

»Wunden Punkt getroffen«

London. Die westdeutsche Tennislegende Boris Becker erklärte am Montag in einem Video auf Twitter, er habe »wohl einen wunden Punkt getroffen«, und das war tatsächlich kaum von der Hand zu weisen. Ein Video, das ihn mit einem Tuch vor dem Mund auf einer Demonstration in London zeigt, hatte einen mittleren Shitstorm ausgelöst. Becker twitterte am Sonntag: »Ich bin erschüttert, schockiert, erschrocken über die vielen Beleidigungen NUR aus Deutschland für meine Unterstützung der #BlackLivesMatters-Demo gestern in London!« Später ergänzte der dreimalige Wimbledon-Sieger noch mit Bezug auf seine nichtweißen Kinder: »Anscheinend haben viele Menschen in Deutschland immer noch nicht verstanden, dass es meine Familiengeschichte ist!« (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.06.2020, Seite 16, Sport

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