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»Yéké yéké«

Den Begriff »Weltmusik« konnte Mory Kanté nie ausstehen und sein größter Hit »Yéké yéké« (1988) war zweifellos Pop, auch wenn darin Klänge seiner westafrikanischen Heimat verarbeitet waren, erzeugt von Kora (Harfe) oder Balafon. Weltweit wurde die Ohrwurmsingle mehr als fünf Millionen Mal verkauft. Geboren wurde Kanté im Südosten Guineas, seine Ausbildung zum Griot – einer Art traditionellem Volkssänger und Geschichtenerzähler – erhielt er in Mali. Früh begeisterte er sich auch für Soul, Jazz, Funk und lateinamerikanische Rhythmen. Nach ersten Erfolgen mit der Rail Band of Bamako zog er 1984 nach Frankreich, zunächst ohne Aufenthaltsgenehmigung. Weltstar hin oder her, seine Heimat blieb Guinea. Dort starb Kanté am Freitag im Alter von 70 Jahren in einem Krankenhaus der Hauptstadt Conakry, wie das Kulturministerin mitteilte. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.05.2020, Seite 10, Feuilleton

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