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Literatur

Ein Jahr später

Die deutsch-schweizerische Schriftstellerin und Dramatikerin Sibylle Berg wird mit dem Johann-Peter-Hebel-Preis 2020 ausgezeichnet – allerdings erst im kommenden Jahr. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird seit 1974 normalerweise alle zwei Jahre im Rahmen des Hebel-Fests in Hausen im Wiesental vergeben. Berg soll ihn wegen der Coronapandemie allerdings erst im Mai 2021 erhalten, wie das Kunstministerium am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. »Wie kaum eine andere zeitgenössische Autorin hat Sibylle Berg eine außergewöhnliche Sensibilität für den gesellschaftlichen Zustand unserer Zeit«, lobte Kunststaatssekretärin Petra Olschowski (Grüne) das Werk der bereits vielfach prämierten 57jährigen. Traditionell wird der Preis am 10. Mai zum Geburtstag des Theologen und Dichters Johann Peter Hebel (1760–1826) vergeben. Zu den Preisträgern zählten unter anderem der vor kurzem gestorbene Christoph Meckel sowie Lukas Bärfuss, Karl-Heinz Ott und Arnold Stadler, Arno Geiger und Elias Canetti. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 17.04.2020, Seite 10, Feuilleton

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