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Weitere Anklage gegen Verdächtigen im Mordfall Lübcke

Foto: Uli Deck/dpa
Stephan Ernst (M.) ist Haupttatverdächtiger im Fall des aus nächster Nähe ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (2.7.2019)

Hamburg. Der mutmaßliche Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) wird nun auch wegen eines Messerangriffs angeklagt. Der Neonazi Stephan Ernst soll 2016 versucht haben, einen Asylsuchenden zu erstechen, wie der Norddeutsche Rundfunk am Dienstag abend berichtete. Nach Informationen des Senders und von Zeit Online wird Ernst mit einem offenbar rassistisch motivierten Messerangriff in Verbindung gebracht, bei dem damals ein Asylsuchender aus dem Irak in Lohfelden bei Kassel von einem Mann angegriffen und schwer verletzt worden war.

Dem Bericht zufolge sieht der Generalbundesanwalt, der im Mordfall Lübcke die Ermittlungen führt, auch für den Messerangriff einen hinreichenden Tatverdacht gegen Stephan Ernst. Dieser soll demnach wegen versuchten Mordes vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main angeklagt werden.

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Ernsts Anwalt, Frank Hannig, habe auf Anfrage mitgeteilt, sein Mandant verwahre sich gegen den Vorwurf des Mordversuchs an dem Iraker. Die Behörden würden versuchen, ihm »jede ungelöste Straftat in Kassel der letzten Jahre in die Schuhe zu schieben«, so der Anwalt. (jW)

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Erschienen am 25.03.2020, Inland

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