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Brasilien: Unternehmer dürfen Verträge wegen Coronakrise aussetzen

Foto: Ueslei Marcelino/Reuters
Ein echter Arbeiterfreund. Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro

Rio de Janeiro. In Brasilien können Arbeitsverträge wegen der Corona-Krise für bis zu vier Monate unterbrochen werden. Das Diário Oficial da União, eine Art Amtsblatt, veröffentlichte am Sonntagabend (Ortszeit) eine entsprechende »vorübergehende Maßnahme« des Präsidenten Jair Bolsonaro. In dieser Zeit übt der Beschäftigte seine berufliche Tätigkeit nicht aus, der Unternehmer zahlt auch kein Gehalt. Er ist aber verpflichtet, einen Onlinekurs anzubieten und die Sozialversicherung beizubehalten. Eine »vorübergehende Maßnahme« hat für 60 Tage Gesetzeskraft und kann um den gleichen Zeitraum verlängert werden, dann muss der Kongress zustimmen. Die brasilianische Regierung begründete die Maßnahme damit, Arbeitsplätze zu bewahren. Kritiker bemängelten die fehlende Sicherheit für die Arbeitnehmer und befürchteten einen Anstieg der Kriminalität. (dpa/jW)

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Erschienen am 24.03.2020, Kapital & Arbeit

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