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Notfallplan für Kliniken. Mehr Betten durch Umbau von Hallen

Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Behelfsräume. Kabinen für eine Corona-Ambulanz in der Messe Chemnitz

Berlin. Angesichts steigender Zahlen derer, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, wollen Bund und Länder die stationäre Krankenhausversorgung ausweiten. Um Kliniken zu entlasten, die sich auf den Aufbau von Intensivkapazitäten konzentrieren, müssten an anderen Kliniken und gegebenenfalls provisorischen weiteren Standorten wie Hotels oder umgerüsteten Hallen zusätzliche Betten- und Behandlungskapazitäten - bis hin zur Verdoppelung – aufgebaut werden. Das geht aus einem »Grobkonzept Infrastruktur Krankenhaus« hervor, auf das sich Bund und Länder am Dienstag verständigt haben.

Danach sollen unter anderem Rehabilitationseinrichtungen, Hotels oder größere Hallen umgerüstet werden, um dort die zahlreichen leichteren Behandlungsverläufe zu versorgen. Notfalls sollen dazu Deutsches Rotes Kreuz, Technisches Hilfswerk oder auch andere Dienste herangezogen werden. »Dies entlastet dann die Krankenhäuser für schwerere Verläufe«, heißt es in dem Papier, das der Deutschen Presseagentur vorliegt. Zur Steigerung der Beatmungskapazität plane das Bundesgesundheitsministerium mit den Gesundheitsministern der Länder bis Anfang nächster Woche, wann die vom Bund beschafften Beatmungsgeräte unterschiedlicher Kategorien wo eingesetzt werden können. »Weitere Beschaffungen seitens der Länder und Kliniken sind davon ausdrücklich unbenommen.«

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Die Länder sollten mit ihren Kliniken, die über Intensivkapazitäten verfügen, Pläne erarbeiten, um dieses Ziel durch den Aufbau provisorischer Kapazitäten zu erreichen. Alle Kliniken und Einrichtungen des Gesundheitswesens sollten »ihre Lagerbestände, Altbestände und ›Keller‹ durchforsten« nach Betten, Liegen oder Beatmungsgeräten, die zusätzlich genutzt werden könnten, heißt es weiter. (dpa/jW)

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Erschienen am 18.03.2020, Inland

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