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Poetik des Bankräubers

Schauspieler und Autor Burkhard Driest ist am Donnerstag nach langer Krankheit in Berlin im Alter von 80 Jahren gestorben, wie seine Familie am Freitag mitteilte. Mit 26 überfiel Driest eine Sparkasse und wurde wegen schweren Bankraubs verurteilt. Über seine Jahre im Knast, 1965 bis 1968, schrieb er das Buch »Die Verrohung des Franz Blum«, das 1974 unter der Regie von Reinhard Hauff verfilmt wurde. Driest, der auch das Drehbuch schrieb und einen Schläger spielte, wurde von Peter Zadek ans Bochumer Schauspielhaus geholt, arbeitete bald auch mit Werner Herzog (»Stroszek«, 1977) und Rainer Werner Fassbinder (»Querelle«, 1982). In diesem Jahrhundert schrieb Driest u. a. eine »Poetik des Filmdramas« (2001) und wandte sich der Malerei zu. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.02.2020, Seite 10, Feuilleton

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