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Nazi-Verbrecher

KZ-Stutthof-Wachmänner mussten alles können

Hamburg. Die Wachleute im KZ Stutthof sind nach Angaben des Göttinger Historikers Stefan Hördler für alle von ihnen geforderten Aufgaben ausgebildet und herangezogen worden. »Es gab ein Rotationssystem«, sagte Hördler am Montag im Prozess gegen einen ehemaligen Wachmann vor dem Hamburger Landgericht. Er halte es für unwahrscheinlich, dass der Angeklagte nur auf einem Wachturm gestanden oder gelegentlich zur Arbeit verpflichtete Häftlinge nach draußen begleitet haben will, sagte Hördler. Demnach mussten die Wachleute auch Transporte von »Juden-Häftlingen« bewachen. Außerdem sollten den Vorschriften zufolge Häftlinge erschossen werden, die flüchten oder aufbegehren wollten. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.02.2020, Seite 2, Inland

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