Zum Inhalt der Seite

Freispruch für Autorin in Istanbul

Istanbul. Ein Gericht in Istanbul hat die wegen Terrorvorwürfen angeklagte bekannte Schriftstellerin Asli Erdogan in allen Punkten freigesprochen. Die in Deutschland lebende Romanautorin sei der »Mitgliedschaft in einer Terrorvereinigung« sowie der »Zerstörung der nationalen Einheit« nicht schuldig, urteilten die Richter am Freitag. Das Gericht ordnete zudem die Einstellung eines Verfahrens wegen »Terrorpropaganda« gegen die Autorin an. Asli Erdogan hatte Kolumnen für die prokurdische Zeitung Özgür Gündem verfasst. (AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 15.02.2020, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!