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18.01.2020
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Falsche Fährten
Nach kritischen Nachfragen und internen Debatten hat die Gedenkstätte »Haus der Wannsee-Konferenz« in Berlin einen Teil ihrer neuen Dauerausstellung geändert. Eine Station, bei der die Besucher aufgefordert werden, über Lehren aus der Verfolgung der Juden nachzudenken, werde in dieser Form nicht in Betrieb genommen, sagte der Direktor der Gedenkstätte, Hans-Christian Jasch, am Freitag. An der Station mit einem Videomonitor wurden etwa Bilder einer Verbotstafel für junge männliche Geflüchtete vor einem Schwimmbad aus dem Sommer 2016 in Bezug zur Vertreibung der Juden aus dem öffentlichen Leben gesetzt. Die Zeichnung des Publikumsandrangs vor einem Laden für Billigkleidung wiederum wurde mit dem Verkauf von Besitz deportierter Juden in der Nazizeit verbunden.
Die Absicht sei, damit eine Debatte über Zuschauen und Wegsehen anzustoßen und keine Vergleiche zu ziehen, hatte die stellvertretende Direktorin Elke Gryglewski noch am Donnerstag gesagt. Sollten Missverständnisse aufkommen, wolle die Ausstellung auf solche Beispiele verzichten. Die neugestaltete Ausstellung über das Treffen von 15 Vertretern aus Ministerien und dem faschistischen Machtapparat am 20. Januar 1942 zur Organisation des Holocaust wird an diesem Sonntag eröffnet. (dpa/jW)
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