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Literatur

Kalt und klar

Die Schriftstellerin Sibylle Berg erhält den Bertolt-Brecht-Preis 2020 der Stadt Augsburg. »Sibylle Berg ist eine Virtuosin der literarischen Kälte und der Klarheit, eine Meisterin des nüchternen Blickes und der illusionslosen Analyse«, hieß es in der Jurybegründung am Freitag. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird ihr am heutigen Sonnabend im Rahmen des Brecht-Festivals in Augsburg verliehen.

Berg wurde 1962 in Weimar geboren und lebt seit mehr als 20 Jahren in Zürich. Seit den 1990er Jahren veröffentlichte sie eine große Zahl an Romanen, Essays, Hörspielen, Kurzprosa und Theaterstücken. Hinter der »leidenschaftlichen Wildheit ihrer Stücke und Romane« stehe ein »gar nicht so geheimer Humanismus und ein inständiger Wunsch nach Besserung«, erklärte die Jury weiter. Erst vor wenigen Tagen war Berg der mit 40.000 Franken (37.000 Euro) dotierte Schweizer »Grand Prix Literatur« zugesprochen worden.

Der Bertolt-Brecht-Preis wird seit 1995 an Persönlichkeiten vergeben, die sich in ihrem literarischen Schaffen kritisch mit der Gegenwart auseinandersetzen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.01.2020, Seite 10, Feuilleton

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