Zum Inhalt der Seite

Union Busting: Haft für Samsung-Manager

Seoul. Ein Gericht in Südkorea hat den Verwaltungsratschef von »Samsung Electronics«, Lee Sang Hoon, zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. Dem Manager und rund 25 weiteren Angeklagten wird vorgeworfen, Gewerkschaftsarbeit bei Subunternehmen des weltgrößten Handyherstellers sabotiert zu haben. Samsung habe 2013 die Tätigkeit der Beschäftigtenvertreter bei »Samsung Electronics Service« behindert und Gewerkschaftsmitglieder bespitzelt, erklärte das Gericht laut Reuters-Meldung letzten Dienstag. Kurz zuvor wurde bereits der Vizepräsident von Samsung, Kang Kyung Hoon, zu einer 16monatigen Gefängnisstrafe aus ähnlichen Gründen verurteilt. (Reuters/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 24.12.2019, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!