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DDR

Rotfuchs

In der monatlich erscheinenden Tribüne für Kommunisten, Sozialisten und andere Linke kommentiert die Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen (Die Linke): »Das Friedensgebot des Grundgesetzes droht völlig ad acta gelegt zu werden.« Am Beispiel der deutschen Beziehungen zur Türkei und zu Saudi-Arabien weist sie nach, dass die Außenpolitik Berlins »an der Seite von Mördern, Kriegsverbrechern und Rechtsbrechern« steht. Zum Krieg der Türkei in Nordsyrien äußern sich unter anderem Joachim Augustin, der DKP-Vorsitzende Patrik Köbele und Uli Jeschke. Außerdem: Eike Kopf über »Karl Marx und die Philosophie«, ein »proletarisches Weihnachtsmärchen« von Hermynia zur Mühlen (1883–1951) sowie Essays von Theodor Weißenborn und Rudi Kurz. Matin Baraki schreibt: »Die DDR stand bis zuletzt an der Seite Afghanistans«, Dieter Kraft rezensiert das Buch des verstorbenen Samir Amin über »Eurozentrismus«. Das Heft enthält als Beilage die Rede, die Egon Krenz auf der Veranstaltung des DDR-Kabinetts Bochum zum 70. Jahrestag der Gründung der DDR hielt. (jW)

Rotfuchs, Dezember 2019, 36 Seiten plus acht Seiten Beilage, kostenlos, Spende erbeten. Bezug: Rainer Behr, Postfach 820231, 12504 Berlin, Tel.: 030/98398930, E-Mail: vertrieb@rotfuchs.net

Analyse und Kritik

Marcel Hartwig schreibt über den »Fall Wendt« in Sachsen-Anhalt. Der gescheiterte Versuch, den rechten Polizeigewerkschafter als Staatssekretär im Innenministerium zu installieren, werfe ein Schlaglicht auf die »Gemütslage der Konservativen im Osten«: Der Vorstoß sei auch ein Reflex auf den Druck der CDU-Basis, »eine mittelfristige Perspektive für die Kooperation mit der AfD zu entwickeln«. Matin Baraki analysiert die Lage in Afghanistan nach der Präsidentschaftswahl. Die fand zwar schon im September statt, die offizielle Bekanntgabe des Ergebnisses steht aber noch aus. Beobachter vor Ort gingen davon aus, dass mit der Verschiebung der Bekanntgabe einfach »mehr Zeit zum Fälschen gewonnen werden sollte«. Der Bevölkerung, die ohne Zweifel den Frieden wolle, sei es aber ohnehin einerlei, »ob ein Warlord oder eine US-Marionette künftig im Präsidentenpalast sitzt«. Lediglich 16,6 Prozent der Wahlberechtigten hätten überhaupt ihre Stimme abgegeben. Sebastian Friedrich meint, dass der »Flügel« in der AfD die Zügel in der Hand halte: Der Braunschweiger Parteitag habe »für die Völkischen kaum besser laufen können«. (jW)

Analyse und Kritik. Zeitung für linke Debatte und Praxis, Jg. 49/Nr. 655, 36 Seiten, 4,80 Euro, Bezug: AK, Rombergstr. 10, 20255 Hamburg, E-Mail: vertrieb@ak-web.de

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Erschienen in der Ausgabe vom 16.12.2019, Seite 15, Politisches Buch

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