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Vor G 7: Aktion für Frauenrechte in Berlin

Berlin. Vor dem am Sonnabend im französischen Biarritz beginnenden G-7-Gipfel hat die entwicklungspolitische Organisation »One« die Teilnehmerstaaten aufgefordert, die Interessen von Frauen und Mädchen stärker in den Blick zu nehmen. Mit einer Aktion vor dem Brandenburger Tor in Berlin verlangte »One« am Donnerstag unter anderem von Bundeskanzlerin Angela Merkel, sich bei dem Gipfel für »Geschlechtergerechtigkeit« stark zu machen. Als »Superhelden« verkleidete Aktivistinnen hielten auf dem Pariser Platz Schilder in die Höhe, auf denen unter anderem zu lesen war: »Wir sollten jedem Mädchen weltweit zwölf Jahre gute Schulbildung ermöglichen«. Die Aktion wurde auch von prominenten Frauen unterstützt. So forderte etwa die Kabarettistin Carolin Kebekus zusätzliche Finanzhilfen für den Kampf gegen AIDS. Die Immunschwächekrankheit sei weltweit die häufigste Todesursache für Frauen unter 50 Jahren. »Das ist unerträglich und komplett vermeidbar«, betonte Kebekus. Es gebe »Mittel zur Prävention und Behandlung, und es müssen alle dazu Zugang haben«. Die Fernsehmoderatorin Jeannine Michaelsen mahnte zusätzliche Maßnahmen für Frauenrechte an: »In 18 Ländern auf der Welt dürfen Männer entscheiden, ob Frauen arbeiten dürfen. Damit muss Schluss sein!« Kebekus und Michaelsen fungieren als Botschafterinnen der entwicklungspolitischen Organisation. »One« ist nach eigenen Angaben »eine internationale Bewegung, die sich für das Ende extremer Armut und vermeidbarer Krankheiten bis 2030« einsetzt. Bei diesem Kampf gehe es »nicht um Almosen«, sondern »um Gerechtigkeit und Gleichberechtigung«. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.08.2019, Seite 15, Feminismus

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