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Italien ermittelt gegen Sea-Watch-Kapitänin

Rom. Die italienischen Behörden haben nach der Einfahrt in italienische Hoheitsgewässer Ermittlungen gegen die deutsche Kapitänin des Flüchtlingsrettungsschiffs »Sea-Watch 3« aufgenommen. Carola Rackete würden von der Staatsanwaltschaft im sizilianischen Agrigent unter anderem Beihilfe zur illegalen Einwanderung und Verletzung des Seerechts vorgeworfen, sagte die Sea-Watch-Sprecherin Giorgia Linardi am Freitag. Bei einer Verurteilung drohen hohe Geldstrafen. Rackete hatte jüngst mit Dutzenden Flüchtlingen, die Mitte Juni aus einem Schlauchboot vor der Küste Libyens gerettet wurden, den Hafen der Insel Lampedusa ansteuern wollen. Die Behörden untersagten dies. Mittlerweile zeigten sich mehrere EU-Staaten dazu bereit, die Migranten aufzunehmen. Das italienische Innenministerium teilte jedoch mit, man warte noch auf »gesicherte Garantien«. (AFP/dpa/Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.06.2019, Seite 1, Ausland

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