Zum Inhalt der Seite

IG Metall gibt wenig Geld für Streiks aus

Frankfurt am Main. Die IG Metall hat im vergangenen Jahr nur knapp fünf Prozent ihrer Mitgliedereinnahmen zur Unterstützung von Streiks ausgegeben. Das geht aus einer Aufstellung hervor, die Deutschlands größte Gewerkschaft in ihrer Metallzeitung in Frankfurt am Mittwoch veröffentlicht hat. Darin beziffert Hauptkassierer Jürgen Kerner die Aufwendungen für Arbeitskämpfe auf 27,4 Millionen Euro. Das sind 4,7 Prozent der Gesamteinnahmen, die im vergangenen Jahr bei 2,3 Millionen Mitgliedern ein Rekordniveau von 586 Millionen Euro erreicht hatten. Weitaus mehr Geld der Mitglieder floss in die Geschäftsstellen (213,7 Millionen Euro oder 36,5 Prozent der Mitgliedseinnahmen) und die Vorstandsverwaltung mit ihren zentralen Dienstleistungen (110,9 Millionen Euro/18,9 Prozent). 15 Prozent der Beiträge gingen satzungsgemäß in Rückstellungen und Rücklagen, aus denen auch künftige Streiks bezahlt werden könnten. Angaben zum Stand ihrer Streikkasse macht die IG Metall, die zusätzlich über beträchtliches Immobilienvermögen verfügt, nicht. Kerner erklärte dazu: »Ich kann versichern, dass wir jeden Tarifkonflikt bestehen können. Wer sich mit uns anlegt, der wird sich die Zähne ausbeißen. Wir haben – auch finanziell – einen langen Atem.« (dpa/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 14.05.2019, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!