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11.04.2019
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Hinreichend verdächtig
Braunschweig. Wegen des Vorwurfs, Ilkay Gündogan und Leroy Sané mit rassistischen Bezeichnungen beleidigt zu haben, ermittelt die Staatsanwaltschaft Braunschweig gegen drei Männer aus Wolfsburg und Braunschweig. Sie sollen beim Spiel Deutschland-Serbien am 20. März in Wolfsburg die Spieler als »Bimbo« und »Neger« bezeichnet haben. Außerdem sollen sie einem Zeugen zufolge unter anderem auch den Hitlergruß gerufen haben, berichtete Bild. »Es wird derzeit ermittelt, ob sich die Beschuldigten einer Volksverhetzung, eines Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und einer Beleidigung hinreichend verdächtig gemacht haben könnten«, sagte die Sprecherin der Braunschweiger Staatsanwältin Julia Meyer. Die drei hätten eingeräumt, Spieler als »Neger«, »Bimbo« oder »Türke« betitelt zu haben. Dies sei jedoch ohne »rassistischen Hintergrund« geschehen, man habe sich nur über die Leistung der Spieler geärgert. (dpa/jW)
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